Tragbare Steinlaternen 
In Japan scheint es eine schier unendliche Anzahl von Steinlaternen zu geben. Die meisten von ihnen fallen in drei Kategorien: Laternen mit Standfüßen, eingegrabene oder gesetzte Laternen, und Laternen mit Sockel. Zusätzlich zu diesen drei Hauptkategorien gibt es ein paar kleinere Kategorien von Steinlaternen. Einige dieser Kategorien nennt sich Oki-Doroh oder auf Deutsch tragbare Steinlaternen. Das japanische Wort Oku bedeutet setzen. Das heißt, ein kleines Objekt mit der Hand aufzunehmen, zu tragen und an einer anderen Stelle abzusetzen. Oki ist eine Variation von Oku, und Doroh ist eine Variation von thoro, was soviel wie Steinlaterne bedeutet. Zusammengeschrieben steht Oki-Doroh für eine Kategorie von Steinlaternen die von Hand getragen werden können und normalerweise auf einem flachen Stein oder auf den Boden, ohne Standfüße gesetzt werden. Innerhalb der Oki-Doroh Kategorie gibt es ein Dutzend von speziellen Stilen, sowie weitere hunderte von unbenannten Variationen.
Die wohl berühmteste Oki-Doroh Steinlaterne steht am Ende eines Kaps am Kiesufer von Katsura Rikyu in Kyoto. Die meisten Oki-Doroh Steinlaternen jedoch sind nicht berühmt und stehen in zahlreichen japanischen Garten weltweit. Man kann diese Laternen mit in westlichen Gärten benutzten Gartenbeleuchtungen und sonstiger Zierde vergleichen, einige dieser Objekte in westlichen Gärten sind sehr teuer und erzielen hervorragende Ergebnisse. Man darf Oki-Doroh Steinlaternen nicht unbedingt als billig und kitschig darstellen, wobei einige dieser Steinlaternen gerade dieses repräsentieren.
Beschaffenheit der Oki-Doroh
Wie die meisten klassischen japanische Steinlaternen sind die besten Oki-Doroh aus Granit gemacht. Jedoch gibt es auch andere Varianten aus Eisen, Kupfer und Holz . Weiterhin sind einige Oki-Doroh aus einem einzelnen Stein hergestellt, meist jedoch haben sie drei Teile: den Nadakai, (Basis), die Leuchtkammer und das Dach. Jedes einzelne Teil sollte leicht mit der Hand anzuheben sein. Zusammengesetzt jedoch kann die Laterne durchaus schwer und nicht wirklich tragbar, wie der Name eigentlich besagt, sein. Zum Beispiel ist die berühmte Steinlaternen in Katsura Rikyu beinahe 70 cm groß. Selbst für einen starken Mann wäre diese Laterne sehr schwer zu bewegen.
Tragbare Steinlaternen die aus Metall oder Holz gemacht sind haben meist eine quadratische oder hexagonale Form, Laternen aus Steinen haben meist runde Formen.
Platzierung
Viele Oki-Doroh scheinen an zufälligen Plätzen im Garten gesetzt zu sein. Ein beliebter Platz für tragbare Steinlaternen ist am Boden neben einem dunklen Trittsteinpfad oder neben dem Eingang eines Gebäudes. Eine weitere Möglichkeit eine Oki-Doroh zu platzieren ist neben einem Teehaus oder einer Bank im Garten. Die bekannteste Platzierung ist die Leuchtturmvariante am Ende eines Kaps auf einer Halbinsel. Auf diese Art und Weise ist die Laterne im Misaki-Stil in Katsura Rikyu aufgestellt. Das Wort Misaki bedeutet Kap. Diese Art von Laterne ist sehr populär in Japan und kann oft an Koiteichen oder Trockenlandschaftsgärten beobachtet werden.
Kategorien von Oki-Doroh
Tamate: Diese Laterne hat ein rundes Aussehen besteht meist aus drei Teilen die Leuchtkammer hat meist einen runden Ausschnitt diese kann jedoch auch rechteckig sein.
Sunsho-an: Diese Laterne ist oft aus Holz oder Metall gefertigt, ist meist aus einem Stück und hat eine hexagonale Grundform. Diese Oki-Doroh ist oft mit Teezeremonien assoziiert.
Sankoh: Diese Variante hat die Form einer Box, die Öffnungen der Leuchtkammer haben die Form von Sonne und Mond und beleuchten Bootsanlegestelle in Katsura Rikyu.
Misaki: Leuchtturmvariante der Oki-Doroh. Meist dreiteilig und aus Granit hergestellt mit runder Grundform und eckigen Applikationen. Die berühmteste Misaki steht am Ende einer Halbinsel ebenfalls in Katsura Rikyu.
Uzuki: Rechteckige Form der Misaki ebenfalls aus Granit, oft mit einem Steingitter an der Leuchtkammer.
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